Gut, dass Sie auf Ihr Gefühl gehört haben!

 

Dr. Herbert Renz-Polster
Dr. Herbert Renz-Polster

Das ist ein "Problem" mit dem Sie nicht allein sind, denn Kinder gehen  gerade im zweiten Lebensjahr, wo sie ein immer stärkeres Ich-Bewusstsein aufbauen sehr unterschiedlich mit Trennung und Neuerungen in ihrem Leben um. Die Reaktion  ist ganz normal - auch wenn Sie bestimmt die vielen gleichalten Kinder im Auge haben, bei denen "das ja problemlos klappt". Ja so ist das: Kinder sind verschieden, bei denen klappen dann vielleicht andere Dinge nicht problemlos.

Gestresste Kinder lernen nicht

Ihr Kind zwingen zu wollen taugt nicht, denn die wichtigste Voraussetzung wäre ja, dass Ihr Kind sich dort beheimatet und wohl fühlt - gestresste Kinder lernen nicht.  Dass Ihr Kind so nachhaltig weint zeigt an, dass es mit der Trennung noch überfordert ist und das irgendwie als bedrohliche Situation abgespeichert hat. Dass es sich "mal" trösten lassen hat,  heisst noch lange nicht, dass es genug Sicherheit und Heimatgefühl in der Einrichtung entwickelt hat - das ist erst gegeben, wenn es sich verlässlich trösten lässt und vor allem dann auch gern spielt und leuchtende Augen hat.

Fehlt Ihrem Kind dadurch etwas? Nein, denn ganz grob kann man zum "Entwicklungsplan" der Kinder sagen: im ersten Jahr haben Kinder nichts von Gruppen, im zweiten können sich manche schon auf andere Kinder ganz gut einlassen, sind aber von Ganztagsbetreuung noch regelmäßig überfordert. So richtig auf die soziale Welt gehen die meisten Kinder dann im Lauf des dritten Lebensjahres los, nicht wenige tun das aber auch erst mit 3.

Bleiben Sie bei dem, was sich bewährt hat

Und in der Zwischenzeit? Wenn irgend möglich bleiben Sie bei dem was sich bewährt hat - das Wichtigste ist jetzt, dass Ihr Kind sich in der Familie wohl fühlt und dort mitmachen und den Alltag entdecken kann. Es wird anzeigen, wenn die anderen Kinder ihm ganz doll wichtig werden. Vielleicht finden Sie bis dort auch Verbindungen zu anderen Familien mit Kindern können sich irgendwie untereinander vernetzen?

Gut, dass Sie auf Ihr Gefühl gehört haben.

Herbert Renz Polster

Der Autor:

Herbert Renz Polster, Jahrgang 1960, verheiratet und Vater von vier Kindern. Medizinstudium in Gießen, München und Tübingen, Doktorarbeit in Pakistan und Indien.  als Lektor in einem medizinischen Fachbuchverlag. Facharztausbildung als Kinderarzt und Forschungstätigkeit in den USA, Forschungspreis für Arbeiten im Bereich der Epidemiologie allergischer Erkrankungen. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mannheimer Institut für Public Health (MIPH ) der Universität Heidelberg mit Forschungsschwerpunkt Gesundheitsförderung im Kindesalter.  Autor mehrerer Sachbücher und Elternratgeber zum Thema kindliche Entwicklung und Gesundheit.

Dr. Herbert Renz-Polster
Rohrmoos 10
D-88267 Vogt
www.kinder-verstehen.de

Bücher von Herbert Renz-Polster

Die Kindheit ist unantastbar - Herbert Renz-Polsterz

Wie Kinder heute wachsen - Renz-Polster

Kinder verstehen - Renz-Polster

 

 

 

 

 


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