Anhaltender Stress im Kleinkindalter macht noch Erwachsene krank

Mit einer großen Nähe zu den Eltern, in einer liebevollen Eltern-Kind-Bindung überstehen Kinder auch länger andauernde Stesssituationen ohne - oder mit weniger - bleibenden gesundheitlichen Schäden.

Andauernder Stress in der frühen Kindheit durch Gewalterlebnisse, physischen oder emotionalen Missbrauch, wirtschaftliche Not, familiäre Spannungen und ähnliches macht Menschen krank - auch noch als Erwachsene. Am schlimmsten und folgenreichsten ist das, wenn die Zuwendung, Liebe und Wärme der Eltern - oder zumindest einer anderen ständig verfügbaren, liebevollen Bezugsperson - fehlen.

Der Körper versucht in diesen Situationen den Stress durch Anpassungsleistungen vor allem im Gehirn irgendwie auszugleichen und die zum Überleben notwendige psychische und physische Balance (Allostase) aufrecht zu erhalten. Normalerweise kehrt dieses Anpassungssystem in den Normalzustand zurück, sobald der Stress vorbei ist. Bei dauerhaftem Stress aber wird das System überfordert. Das Anpassungssystem läuft aus dem Ruder, Psyche und Organe erkranken. Folgen sind häufig ein gestörtes Reaktionssystem im Gehirn (Cholesterol), Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom) .

Eine Studie mit 750 Teilnehmern hat jetzt beide Effekte nachweisen können: Den langfristig krank machenden Dauerstess in der Kindheit einerseits und die "Pufferfunktion" der Elternliebe in solchen Situationen.

"Unsere Ergebnisse zeigt, dass es einen Weg gibt, zumindest die Gesundheitsschäden als späte Folge von frühkindlichem Stress, Misshandlungen etc. zu mildern," so eine der Autroinnen an der Univeristät von Kalifornien, Los Angeles (UCLA), Prof. Judith E. Carroll. "Wenn ein Kind in solchen Situationen liebevoll betreut wird von den Eltern oder einer mütterlichen Person, ist es weit besser geschützt vor den Folgen für die Gesundheit im Erwachsenenalter als die Kinder, die diese liebevolle Zuwendung nicht bekommen."

Für die AutorInnen sind ihre Ergebnisse Anlass, auf die dringende Notwendigkeit frühzeitiger Hilfen bei familiären und außerfamilären Stresssituationen für Kinder.

Quelle: Science Daily

Studie: J. E. Carrol et al., Childhood abuse, parental warmth, and adult multisystem biological risk in the Coronary Artery Risk Development in Young Adults study, Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), 23. Sept. 2013, online vorab veröffentlicht

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