Babys lernen am meisten, wenn sie die Welt selber entdecken können

Sicher gebundene Kinder sind mutiger und geschickter beim Entdecken der WeltEin Baby im Krabbelalter kann seine Umwelt mutiger und geschickter erforschen, wenn es sich auf den "Rückzugsort", die vertraute, liebevolle und tröstende Bezugsperson verlassen kann - oder von der Natur mit einem entsprechenden Temperament ausgestattet ist.

Ein Baby im Krabbelalter, das - sicher gebunden - seine Umwelt mutig und geschickt erforscht, hat als Schulkind und auch noch als Jugendlicher einen Vorsprung vor unsicher gebundenen, ängstlicheren Altersgenossen beim Lernen und beim Erreichen kognitiver Bildungsziele.

So das Ergebnis eine Langzeitstudie über 14 Jahre mit 374 Kinder, die bei Beginn der Untersuchungen fünf Monate alt waren.

Es zeigte sich, dass die Kinder, Mädchen und Jungen gleichermaßen, die im Alter von fünf Monaten entdeckungsfreudig und motorisch relativ weit entwickelt waren, in allen folgenden Altersstufen (vier, zehn und vierzehn Jahre) in den standardisierten psychometrischen Tests und bei den schulischen Leistungen als 14-jährige besser abschnitten als die Kinder, die mit fünf Monaten eher zurückgenommen und motorisch weniger entwickelt waren.

Dieses Ergebnis hatte Bestand auch wenn die üblichen Einflussfaktoren auf die kindliche Entwicklung berücksichtig/ausgeschlossen wurden: Bildung und soziale Stellung der Eltern, elterliche Förderung, Sprachintelligenz etc.

Quelle: NCBI

Studie:
Marc H. Bornstein et al., Physically Developed and Exploratory Young Infants Contribute to Their Own Long-Term Academic Achievement, Psychological Science, Oktober 2013, 24 (10), 1906-1917