Aus dem Brief einer österreichischen Mutter von zwei kleinen Kindern an die „für Kinder“-Redaktion:

Esther Engele„Im Oktober hat unser dreijähriger Sohn Lorenz begonnen für drei Vormittage pro Woche zur Tagesmutter zu gehen. Lorenz geht gerne und mit Freude hin und hat die Tagesmutter schnell als Vertrauensperson ins Herz geschlossen, die Eingewöhnung läuft sehr gut, er schickt mich immer früher heim... Welche Erleichterung!

Wir haben uns für einen Tagesmutter-Start entschieden, um Lorenz einen sanften Einstieg in ein Gruppenerleben vor dem verpflichtenden Kindergartenjahr zu ermöglichen. Einen abrupten Wechsel von Zuhause auf eine Kita-Gruppe mit 25 Kindern würde er nicht packen.

Da ist es mir beinahe unerträglich in so manch miterlebter Begebenheit das Leiden so vieler Kinder zu sehen, die in der Fremdbetreuung "geparkt "werden unabhängig davon, was und wie viel sie aufgrund ihres (zu) jungen Alters oder ihrer Persönlichkeit packen können.  So ein kleines Wesen, das seinen Schmerz, seinen Frust, seine Ohnmacht stundenlang hinausschreit

Szene: Intensivstation für Frühgeborene

Frühgeborenes Baby braucht die Liebe und Zuwendung der ElternDas Leben beginnt mit Schmerz, Lärm, Hektik und quälendem Licht. Der Mutter und des Vaters willkommen heißende Liebe muss ein Frühgeborenes in Form eines sehnsuchtsvollen Blickes annehmen. Das Ringen um den Erhalt der Atmung und die Stabilisierung aller Vitalfunktionen verdrängt jedes warmes Gefühl.

Wenn die Eltern dann endlich zu ihrem winzigen Baby dürfen, steht die Angst zwischen dem Inkubator und dem Elternpaar.
Für mich waren diese Momente immer besonders ergreifend, wenn ich dieser stummen, gewaltig angespannten Sehnsucht zuhören durfte.
Damals war ich selber noch nicht Mutter. Ich verstand die Dimension dieser Sehnsucht nur ansatzweise. Dennoch habe ich im Laufe der 10 Jahre meiner Berufserfahrung genau dort, am Bett der Kinder, unglaublich viel über die tiefe Verbindung zwischen Eltern und Kind gelernt.

Wege der Bindungsförderung

Barbara Walcher - Stillen ist mehr als Ernährung - BindungRund um das Stillen, dieses unbezahlbare Geschenk für das Baby, wo Körpernähe und Geborgenheit für Mutter und Kind spürbar werden können, liegen Freude und Verzweiflung oft nah beieinander. Gerade dann wenn Stillschwierigkeiten auftreten, ist das Erleben mehr Frust als Lust, sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Es stellt sich die Frage, wie  in solch herausfordernden Situationen das Nähren des Kindes als Moment der Nähe und Verbundenheit erlangt werden kann.

Interview mit einer Krippenerzieherin  aus Mecklenburg-Vorpommern 

Stress für Erzieherinnen in Krippe und KitaErzieherInnen in deutschen Kitas gelten als "Hoch-Risiko-Gruppe" für Burn-Out (Studien dazu). Steigende Anforderungen und nach wie vor unzureichende Personal- und Sachausstattung erklären nur einen Teil der wachsenden Stress-Belastung. Gerade für ErzieherInnen mit klaren Vorstellungen zu den Bedürfnissen vor allem der Kleinkinder in den Krippen nach Nähe und Bindung sind die realen Mangel-Zustände in den Krippen schwer erträglich. Zwischen "Sollen" und "Sein" klaffen oft Welten. Viele verlassen nach Jahren frustrierender Erfahrung den geliebten Beruf. Nur selten machen sie die Gründe für ihren Ausstieg öffentlich.

Im folgenden Interview beschreibt die Erzieherin Katrin Bauer ihre Erfahrungen mit der Arbeit in Krippen in Meckenburg-Vorpommern.

ÜBER KOLOSTRUM INFORMIERT ZU SEIN, LOHNT SICH

Viele Mythen und Ammenmärchen kursieren über die Muttermilch in den ersten Tagen nach der Geburt. Eins ist klar: Dieser Milch wird zu wenig Bedeutung beigemessen. Was kann den Stillbeginn erleichtern?
Ein Beitrag von Katja Biernath-Kruse

Katja Biernath-KruseSeit vielen Jahren bin ich als Hebamme auf einer Wochenbettstation tätig. Vielfach nahm ich wahr, dass das Wissen von Müttern und Vätern zur Beschaffenheit der ersten Muttermilch und zum Stillbeginn teilweise gering und manchmal nicht richtig ist. Im Zuge meiner Ausbildung zur IBCLC Still- und Laktationsberaterin war es mein Ziel, das zu ändern. So hatte ich die Idee, die Kolostrumkarte mit Hörinformation zu entwickeln. Genauso wie mit Umsonstpostkarten geworben und informiert wird, gibt es hier alle Informationen zu Kolostrum - nett verpackt und leicht verdaulich für einen guten Stillstart.

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